Wir trauern




- weil wir in unserer Kindheit so viele schreckliche Dinge erleben mußten.

- weil unserer Vater uns als Besitz ansah, als sein Eigentum, mit dem er machen kann was er will.

- weil unsere Mutter uns nicht beschützte, sondern sich aktiv daran beteiligte, uns gefügig zu machen.

- um die Kinder, die nicht leben durften, als wir selbst noch halbe Kinder waren - weil sie Beweis dessen gewesen wären, was uns angetan wurde.

- um unseren heute erwachsenen Sohn, der den gleichen Horror wie wir erleben mußte, weil wir durch unsere innere Aufspaltung nicht in der Lage waren, ihn zu beschützen und damit selbst an ihm schuldig wurden.

- weil wir 40 Jahre unseres Lebens dafür brauchten, um herauszufinden, wer wir sind und uns aus dieser "Familie" zu befreien.

- weil wir aufgrund unserer Geschichte zu vielen Dingen heute nicht in der Lage sind, die anderen Menschen selbstverständlich sind

- weil wir keine Kindheit hatten, die diese Bezeichnung verdient.

- um alle Menschen, die durch dieses Martyrium in ihrem Leben beeinträchtigt werden. Ganz besonders um eine liebe Freundin, die den Tätern noch ausgeliefert ist. Liebe Y., wir wünschen euch die Kraft, diesen Horror hinter euch zu lassen, wir wünschen euch, daß ihr anfangen könnt, ein Leben zu entdecken, das diesen Namen auch verdient.



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