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Unsere Seiten beschäftigen sich mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder und deren Folgen. Also den Folgen von dem, was im Volksmund "Mißbrauch" genannt wird. Wobei wir selbst das Wort MISSbrauch fürchterlich finden, denn es suggeriert, daß es auch einen GEbrauch von Kindern gäbe!
Allerdings gibt es hier keine genaue Schilderung dessen, was uns angetan wurde. Bestimmte Leute sollen nicht die Möglichkeit haben, sich daran auch noch aufzugeilen. Und jeder Mensch (ok, ich schränke ein: jeder Mensch, der über eine gewisse Portion Einfühlungsvermögen verfügt) weiß, wie entsetzlich eine Vergewaltigung schon für erwachsene Frauen ist. Wie schlimm ist es erst für ein Kind, das dieses Grauen täglich von seinem Vater, Onkel, Opa, dem Pfarrer, Bruder, Lehrer, einem Nachbarn oder anderen ertragen muß (in 85 % aller Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder stammt der Täter aus dem familiären /nächsten sozialen Umfeld).

Was macht das mit der Seele eines (Klein-) Kindes, das noch nicht einmal einen Begriff davon hat, was ICH ist? Es verhindert, daß dieses Kind jemals zu EINEM ICH werden kann. Wie soll es unter einen Hut bringen, daß der Papa, den es tagsüber liebhaben soll, von dem alle erwarten, daß es diesem Menschen mit Vertrauen begegnet, auch der Mensch ist, vor dem es nachts so maßlose Angst hat? Wie soll es ganz normal mit seiner Mutter umgehen, wenn diese Frau es nächtelang foltert, damit es sich nicht mehr wehrt?

Dieses Grauen kann es nur physisch überleben, wenn es in seiner Seele einzelne Bereiche abgrenzt, die fein säuberlich getrennt sind. Diese Bereiche entwickeln sich zu völlig eigenständigen Persönlichkeiten, wo eine von den anderen nichts weiß.

Dabei ist dies nicht als bewußter Vorgang zu verstehen. Es passiert einfach, ohne daß dieses Kind etwas dafür kann. Es beginnt damit, daß es sich zunächst aus diesen Situationen weg "träumt". Das nennt man Dissoziation. Die harmlose, alltägliche Variante davon kennen viele Menschen z.b. vom Autofahren. Man bekommt gar nicht richtig mit, wie man die alltägliche Strecke fährt, das Auto findet den Weg sozusagen von allein - es fehlt einem "ein Stück Film". Nur erfüllt dieses Dissoziieren bei Gewaltopfern den Zweck, die Seele des Betroffenen vor dem, was der Körper erlebt, zu schützen. Ist das Opfer noch ein kleines Kind und die Gewalt regelmäßig und für das Kind unaushaltbar, dann verselbständigen sich diese Zustände des Weg-Seins bei fortgesetzter Traumatisierung zunehmend, bis sie als eigenständige Persönlichkeiten erscheinen. Diese Art des Schutzes durch Abspaltung bewährt sich so gut, daß für viele neue Anforderungen auch neue Anteile der Seele entstehen. Nur haben die eben meist keinerlei Kontakt zueinander. Der Teil, der den sexualisierten Handlungen ausgesetzt ist, weiß nichts davon, daß ein anderer Teil völlig unauffällig in den Kindergarten oder später in die Schule geht, oder wieder ein anderer Teil z.b. begeistert auf Bäumen herumklettert und ständig widerspricht, während ein weiterer Anteil stets und ständig versucht, Mutti und Vati ja alles Recht zu machen, um sie nicht zu verärgern, um Bestrafungen zu entgehen...
Die damit verbundenen Schwierigkeiten könnt ihr euch gut vorstellen, wenn ihr euch das einmal in Einzelheiten ausmalt:


 

Ein Nachbar hat beobachtet, wie "das Kind" eine Fensterscheibe eingeworfen hat. Irgendwann auf dem Heimweg kommt der Anteil, der es allen Recht machen will, nach vorn - denn zu Hause muß es wieder brav sein, um ja nicht aufzufallen, um ja keinen Ärger zu bekommen, Mutti und Vati sind sowieso schon ständig sauer auf "das Kind". Dieser "brave" Anteil weiß nichts davon, daß der andere Anteil eben die Scheibe eingeworfen hat. Zu Hause die Eltern sind schon informiert, der Nachbar hat angerufen. Sie stellen "das Kind" zur Rede, was natürlich - da dieser Anteil nichts davon weiß - alles abstreitet. Es weiß nichts von dem, was ihm da vorgeworfen wird, also kommt wieder ein anderer Anteil nach vorn. Denn vor diesem Problem steht "das Kind" oft - es wird mit Geschehnissen, angeblichen Übeltaten (die ja meist nur ganz normale kindliche Streiche sind) konfrontiert, von denen es nicht das geringste weiß, es hat keinerlei Erinnerung daran (denn dieser Anteil des Kindes hat das ja auch nicht getan - wie soll er das wissen?). Also entsteht im Lauf der Zeit in diesem Kind auch ein Anteil, der darauf spezialisiert ist, einen Sinn in für das Kind unsinnige Situationen zu bringen - so erfindet dieser Anteil aus dem Stegreif eine Geschichte, die er sich zusammenreimt, was passiert sein könnte. Da dem "Ausreden-erfinde-Anteil" aber jegliches Wissen darüber fehlt, was wirklich passiert ist, ist diese Geschichte als "Ausrede" leicht zu erkennen. Zusätzlich zur Strafe wegen der eingeworfenen Scheibe wird es jetzt auch noch als ewige, unverbesserliche Lügnerin, der man ja sowieso nie etwas glauben kann, beschimpft. Dabei hat ja DIESER Anteil nichts getan, er weiß von alldem nichts, er versucht nur, in die ihm völlig unverständliche Situation irgendeine Erklärung zu bringen. Über kurz oder lang wird das Kind so völlig stigmatisiert, auch in der gesamten sozialen Umgebung. Was wiederum den Tätern sehr zu Gute kommt: Wenn dieses Kind sich wirklich jemandem anvertrauen sollte, ist es ja schon von vornherein als Lügner(in) mit blühender Phantasie bekannt.

 


Nach unseren eigenen Erfahrungen kommt dann auch noch gezielte "Vorsorge" der Mütter hinzu: Eine Mutter, die sich aktiv im Elternrat engagiert, hat natürlich das Vertrauen der Lehrer. Sie braucht nur ab und zu nebenbei die Bemerkung fallen zu lassen, daß ihre Tochter sich ständig Lügen ausdenke, die Familie zerstören wolle, den Vater diffamieren oder ähnliches. Da die Mutter ja so engagiert für das angebliche Wohl des Kindes arbeitet und zudem ja einen sehr angesehenen Beruf incl. Doktortitel hat, wird ihr natürlich jedes Wort geglaubt. Damit ist die Gefahr gebannt, jemand könnte dem Kind Glauben schenken, falls es doch einmal etwas erzählt. Und zusätzlich sind die Dinge, die das Kind erzählen würde, so unvorstellbar, scheinen jeder Logik zu entbehren - denn es kann ja schließlich nicht sein, daß eine Mutter ihr Kind gezielt foltert, um seine Aufspaltung in verschiedene Innere Anteile zu verstärken und das Kind so noch willenloser und besser steuerbar zu machen. In der Vorstellungswelt des Otto Normalverbraucher kommt so etwas nicht vor - also kann es ja nur ausgedacht sein, nicht wahr?

Was Erwachsene Kindern antun, will man oft nicht für möglich halten. Viele Erwachsene betrachten ihre Kinder als ihr Eigentum, als Besitz, mit dem sie tun und lassen können, was ihnen beliebt.
Die Ehepartner dieser Täter sind genau so schlimm oder sogar schlimmer: wer wie unsere Erzeugerin - deren Aufgabe es doch eigentlich war, ihre Kinder in einem liebevollen Umfeld ins Leben zu begleiten - noch durch den Einsatz von massiver Gewalt aktiv dazu beiträgt, daß die Seele des Kindes sich weiter aufspaltet, der ist noch schlimmer. Und all die Mütter oder Väter anderer Überlebender, die "nur" weggesehen haben? Die "nur" vertuscht haben, was ihrem Kind angetan wurde? Die sind nicht weniger schuldig.
Es gibt kaum einen Schutz davor, daß ein Kind einmal einem Gewalttäter in die Hände fällt. Damit diese Verbrechen aber tagtäglich, jahrelang ausgeübt werden können, ist zumindest das stillschweigende Einverständnis der 'Eltern nötig.


Wir sind ständig dabei, die Seiten über uns als Viele zu gestalten oder zu verändern. Auf den DIS - Seiten (Seiten über Dissoziative Identitätsstörung, auch Multiple Persönlichkeitsstörung genannt) zeigen wir, wie das Leben so ist, wenn man viele Seelen in einem Körper ist. Wir sagen und zitieren einiges über das Enstehen der "Krankheit".
Falls ihr selbst Überlebende seid, bitte paßt auf euch auf, wir verwenden weder Splats noch Spoiler. Denn unserer Meinung nach erfüllen diese Symbole, die bestimmte Worte "entschärfen" sollen, nicht ihren Zweck. Jeder weiß, welches Wort hier gemeint ist: G*w*lt. Aber die Tatsache, daß wieder etwas verborgen, nicht offen ausgesprochen wird, liegt genau auf der Linie der Täter, die ihren Opfern eintrichtern: "darüber darfst du auf keinen Fall sprechen!" Deshalb schreiben wir jedes Wort ohne Platzhalter im Klartext. Berücksichtigt das bitte beim Lesen.
Auch wenn ihr keine Überlebenden seid: bitte seid beim Lesen achtsam zu euch. Wenn euch etwas zuviel wird, wenn es euch nicht gut geht, macht eine Pause und lest später weiter. Die Seiten werden auch dann noch da sein.

Ein Gästebuch haben wir nicht. Bitte schreibt uns eine eMail, wenn ihr Fragen oder andere Anliegen habt.


Wenn ihr selbst betroffen oder Angehörige(r) seid, findet ihr auf dieser Seite Tipps mit Hilfsangeboten.

Und an alle, die besser programmieren können: wir freuen uns über jeden Tip, den wir bekommen, wie etwas zu verbessern ist!


letzte Aktualisierung: 11.03.2014