Wir danken


- allen Menschen, die uns so nehmen, wie wir sind. Die uns akzeptieren ohne zu werten, was sie nicht verstehen können. Die uns helfen und uns begleiten. Die sich mit uns freuen, wenn wir wieder ein Stück geschafft haben.

- allen Betroffenen, die uns gute Freunde geworden sind und uns Hilfe bieten, wenn wir sie brauchen, selbst wenn sie selbst kaum Kraft genug für sich und ihre eigenen Probleme haben. Durch Menschen wie euch erlebten wir erstmals und heute erleben wir es jeden Tag, daß Nähe nicht automatisch Verletzung und Grenzüberschreitung bedeuten muß. Bei euch erleben wir Freundschaft, Wärme und Geborgenheit.

- den wenigen Menschen aus unserer Verwandschaft, die uns weiterhin als Menschen akzeptieren. Die hinter die verlogene Fassade blicken in diesem ach so bürgerlich-aufgeschlossenem Haus. Ausgerechnet ihr, die ihr nicht promoviert habt und deshalb immer von oben herab betrachtet wurdet, habt euch als die einzig menschlichen erwiesen.

- allen Menschen, die ihre Kraft und Hilfe Menschen wie uns bieten, Therapeuten, Helfer, Betreuer... Ohne euch wären wir nicht dort, wo wir heute schon sind.





Und wir müssen gezwungenermaßen danken


- letztendlich unseren Erzeugern, daß sie aktiv dafür gesorgt haben, daß wir viele wurden. Damit konnten wir alle die Fähigkeiten entwickeln, die notwendig waren, um das, sie uns antaten, auch zu überstehen. Vater, ich verachte dich für das, was du getan hast. Aber du hast dich am 31.10.2006 selbst gerichtet. Dem habe ich nichts weiter hinzufügen.
Mutter, du sorgtest dafür, daß niemand uns glaubte. Du sorgtest dafür, daß unsere Seele zerbrach. Du liefertest uns aus. Wir brauchten deine Hilfe und Unterstützung und baten immer vergebens darum. Selbst heute noch ist dir das verlogene Bild einer angeblich heilen Familie wichtiger als Ehrlichkeit und Menschlichkeit.


- unserem Exmann, der durch seine Prozeßwut dafür sorgte, daß wir immer stärker wurden und immer weniger verzweifelten. Du warst froh, unseren Namen zu bekommen im Irrglauben, damit deiner eigenen Vergangenheit zu entkommen. Dann versuchtest du uns unsere Würde und unsere Kraft zu nehmen. Aber du hast dabei nicht berücksichtigt, daß unser Leben früher nur aus Kampf bestand, wir deshalb darin geübt sind und dabei zu ungeahnter Hochform auflaufen. Und du meinst wirklich, wir lassen uns von dir diktieren, was wir hier schreiben und was nicht???


- unserem Bruder - ach nein, das geht nicht. Denn unser Bruder hat nach eigenem Bekunden keine Schwester mehr, weil wir nicht mehr mit dem Namen leben konnten, der für uns untrennbar mit dem Grauen verbunden war. Also wir danken dir nicht, wir nehmen nur zur Kenntnis, daß du deine Wahl getroffen hast: du wiederholst Tätersprüche und Slogans der False Memory Syndrom Foundation und verleugnest damit deine eigene Betroffenheit. Vielleicht solltest du dir von deinem Neffen die Augen öffnen lassen?

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